Amerikanische Handelskammer macht Mut

23. Januar 2017

Protektionismus hat in einer globalisierten Welt keinen Platz

Die neue US-Regierung sollte den fairen und freien Handel als Wachstumslokomotive begreifen und auf neue digitale Jobs setzen, empfiehlt Bernhard Mattes, Präsident der American Chamber of Commerce in Germany (kurz AmCham Germany), zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald J. Trump:

„Bei der Erfüllung der bedeutenden Aufgaben, die es in den kommenden Jahren zu bewältigen gibt, wünschen wir dem neuen Präsidenten und seiner Regierung viel Erfolg. AmCham Germany setzt sich auch in Zukunft für die Stärkung des transatlantischen Handels und der transatlantischen Beziehungen ein und hat bereits begonnen, einen offenen und konstruktiven Dialog zum neuen Kabinett aufzubauen."

Die neue US-Regierung sollte eine offene und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik verfolgen. Amerikas Wohlstand beruhe ganz wesentlich auf der Offenheit seiner Wirtschaft. Protektionistische Maßnahmen wie Strafzölle oder die Aufkündigung internationaler Handelsverträge hätten in einer globalisierten Welt keinen Platz. 95 Prozent der Konsumenten weltweit lebten außerhalb der USA und 40 Millionen US-Arbeitsplätze seien auf den Außenhandel angewiesen.

 

 

"Wir setzen deshalb darauf, dass der neue Präsident seine Wahlversprechen an die politische Realität anpasst", sagt Mattes. Neben der Schaffung neuer Stellen in der klassischen Industrie sei es für eine nachhaltige Stärkung der Wirtschaft erforderlich, auch digitale Arbeitsplätze zu fördern und in die Bildung und Ausbildung amerikanischer Arbeitnehmer zu investieren.

"Die Zukunft der Wirtschaft liegt in der Digitalisierung. Wer dieses Potenzial nutzt, schafft ein Umfeld, in dem innovative Produkte, wettbewerbsfähige Geschäftsideen und gut bezahlte Arbeitsplätze nachhaltig entstehen", so der AmCham Präsident.

Deutsch-amerikanische Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist der wichtigste europäische Handelspartner für die USA und das Hauptzielland amerikanischer Investitionen in Europa.

Rund 2.200 Firmen mit amerikanischem Kapital beschäftigen mehr als 600.000 Arbeitnehmer hierzulande. Umgekehrt sind die Vereinigten Staaten der größte Abnehmer deutscher Exporte und ein wichtiger Investitionsstandort für Unternehmen aus Deutschland. Ca. 3.500 deutsche Tochtergesellschaften sichern mehr als 620.000 US-Arbeitsplätze.

 

 

 

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