Den Anstoß nicht verpassen...

22. April 2015

InnoFaktor-Abschlussveranstaltung in der HDI-Arena

Das BMBF-Projekt „Innovationsstrategien mittelständischer Weltmarktführer im demografischen Wandel - InnoFaktor“ ist am Ziel.
"Den Anstoß nicht verpassen - Mit demografiefesten Personalstrategien innovations- und wettbewerbsfähig bleiben" war das Motto der Abschlussveranstaltung, am 22. April 2015 in der HDI-Arena.
Von 11:00 bis 17:00 Uhr präsentierten vier namhafte mittelständische und (welt-)marktführende Modellunternehmen der Region Hannover ihre erfolgreich erprobten Personalstrategien.

Die Personalstrategien der vier Unternehmen wurden im Rahmen des InnoFaktor-Projektes und in Kooperation mit der Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH, Dortmund konzipiert und erfolgreich erprobt. Im Mittelpunkt stehen moderne und übertragbare Ansätze für Wissens- und Gesundheitsmanagement, Arbeitgeberattraktivität und Innovationsfähigkeit, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.
Wir freuen uns sehr, dass wir mit Martin Kind, Eigentümer und Geschäftsführer KIND Hörgeräte und Präsident von Hannover 96 eine Hannoversche Persönlichkeit als besonderen Gastgeber und Redner für die InnoFaktor-Abschlussveranstaltung gewinnen konnten.

Mit dabei:

Vorstellung des Netzwerks ZUKUNFTINC.

"Wir alle erleben einen Wandel zu einer wissensbasierenden Gesellschaft", betonte ZUKUNFTINC.-Vorstand Alexander Walter in seiner Vorstellung des Netzwerks. ZUKUNFTINC. habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Attraktivität der Region Hannover als Arbeits- und Lebensraum bekannter zu machen. Gemeinsam mit den strategischen Partner Region Hannover und Allgemeine Arbeitgebervereinigung Hannover und Umgebung e.V. gehe es einerseits um den Kampf der klugen Köpfe, aber andererseits auch um Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Lern- und Anpassungsschwierigkeiten haben.
Das ZUKUNFTINC.-Projekt Fit für die Ausbildung habe sich auch dank der Förderung durch die Region Hannover zu einem erfolgreichen Projekt entwickelt. Zahlreiche benachteiligte Jugendliche der Region Hannover konnten durch das Projekt über ein sozialpädagogisch begleitetes Praktikum (Kooperationspartner BNW) in einem ZUKUNFTINC.-Mitgliedsunternehmen in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden.   

Begrüßung durch Gastgeber Martin Kind

"In der Krise bestätigt sich, ob man steht oder fällt!", begrüßte Martin Kind die 120 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. "Wir müssen auf der Suche nach passendem Personal komplett neue Antworten finden. Dazu gehört auch die permanente Weiterbildung unserer Mitarbeiter." Martin Kind bedankte sich für die Förderung des InnoFaktor-Projektes durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei Ilona Kopp, Stellvertretende Abteilungsleiterin "Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen" bei InnoFaktor Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Der Mittelstand ist zu klein, um notwendige Demografie-Forschung allein zu finanzieren. Durch den Ergebnistransfer des InnoFaktor-Projekts profitieren bundesweit kleine und mittelständische Unternehmen", so Martin Kind.

Grußwort von Ilona Kopp, Projektträgerin DLR

"Das Thema Demografie ist an der Basis angekommen. Einen größeren Erfolg können wir uns nicht wünschen", sagte Ilona Kopp. Bereits vor 20 Jahren hätten Demografieforscher sagen können, wie viele 20jährige es in 20 Jahren geben würde. "Doch das wollte damals noch niemand wissen." Heute habe die Wirtschaft sogar Frauen und Mütter als wertvoll für die Unternehmerschaft entdeckt und sie aus der ehemals stillen Reserve geholt.

InnoFaktor-Forschungsleitung und -begleitung

"Innovationen werden immer von Menschen gemacht", sagte Prof. Dr. Thomas Langhoff, Forschungsleitung InnoFaktor und Geschäftsführender Gesellschaft der Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH. Arbeitgeberattraktivität sei kein Marketingthema, sondern könne nur aus einer entsprechenden Unternehmenskultur heraus entstehen.
André Schubert, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Prokurist der Prospektiv GmbH gab dem interessierten Publikum Einblicke in den Ablauf des InnoFaktor-Forschungsprojekts in den vier ZUKUNFTINC.-Projektunternehmen und bedankte sich bei ZUKUNFTINC. für die gute Zusammenarbeit.
"Alle Forschungsergebnisse des InnoFaktor-Projekts stehen auf www.innofaktor.de , www.hannover.de/innofaktor in der Innofaktor XING Gruppe sowie in der Publikation Innovationskompetenz im demografischen Wandel, Thomas Langhoff, Manfred Bornewasser, Eckhardt Heidling, Bernd Kriegesmann, Michael Falkenstein Hrsg. Verlag: SpringerGabler, jedem interessierten Unternehmen zur Verfügung", sagte Schubert.

Podiumsdiskussion:

"Innovationskompetenz im demografischen Wandel - Mit alternden Belegschaften wettbewerbsfähig bleiben"

Die Produktions- und Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen wird durch älter werdende Belegschaften mittelfristig gefährdet. Deshalb stelle eine belastungsreduzierende Arbeitsgestaltung mit dem Ziel, die Arbeitsfähigkeit präventiv zu erhalten, schon heute eine lohnende Investition in die Zukunft dar, heißt es im vierten der insgesamt  sechs Themenfokushefte des InnoFaktor-Projekts.
"Das Ergo.PE  Projekt hat für uns einen hohen Nutzen", betonte Thomas Weinzierl, Chief Operation Officer Sennheiser electronic auf dem Podium.
"Ich kann nur das umsetzen was ich vorher entwickelt habe. Unternehmen die so weiterwurschteln wie bisher, werden untergehen", warnte Ilona Kopp, DLR.
Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH und Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur a.D., betonte, dass sich die Frage nach Innovationsfähigkeit für Unternehmer in ländlichen Gebieten ganz anders stellen würde. Es gäbe Unternehmen, die in Kürze einen altersbedingten Verlust ihrer Mitarbeiter von 50 % verkraften müssten, bei einem ländlichen Bevölkerungsschwund von 10 %. "Da bedeutet Arbeitgeberattraktivität dann nicht nur, dass der Arbeitnehmer sich abends wohlfühlt, sondern dass er oder sie versteht, was passiert."
Wertschätzung und Flexibilität ist auch ein wichtiges Thema in der Personalarbeit von ZUKUNFTINC.-Vorsitzendem Fritz Kelle, Leiter Personalwesen VSM AG.
"Wir erbringen bei VSM eine Mannschaftsleistung. Dafür brauche ich nicht die besten, sondern die richtigen Leute. In vielen Mitarbeitern steckt mehr als wir denken!", sagt Fritz Kelle. Deshalb müssten auch Manager mal einen Schritt zur Seite treten und die Mitarbeiter "mal machen lassen". Auch das fördere die Innovationsfähigkeit von Unternehmen.
"Arbeitgeberattraktivität ist ein permanenter Prozess", sagte Martin Kind. "Wenn Bewerberzahlen drastisch abnehmen sind Unternehmer in ihrer Kreativität gefragt." Auch Arbeitgeber müssten Marken bilden, so wie beispielsweise KIND Hörgeräte mit seiner erfolgreichen Ausbildungsmarke Hörzubis.
Das Arbeitgeberattraktivtität mit attraktiver Unternehmenskultur zu tun hat, darüber waren sich die Podiumsteilnehmer einig. Auch eine gelebte Fehlerkultur gehöre dazu, betonte Thomas Weinzierl von Sennheiser electronic. "Es gibt niemanden der keine Fehler am Arbeitsplatz macht. Ich auch. Mitarbeiter brauchen eine Fehlerkultur, um aus ihren Fehlern zu lernen." Wenn Führungskräfte das im Change Management nicht verstehen würden, könnten sie ihre Mitarbeiter nicht zum Erfolg führen. Auch bei Sennheiser electronic scheint die Unternehmenskultur die Mitarbeiter zu begeistern. Erst kürzlich zeichnete das Nachrichtenmagazin Focus das Unternehmen in der Wedemark zum Arbeitgeber des Jahres aus.
"Das zeigt mir, dass es auch Erfolgsregionen auf dem Lande gibt", sagte Ilona Kopp vom DLR. Wichtiger als Schreckgespinste sei doch, dass die Erfolgsrezepte an die Strukturentwickler/innen in den Städten und ländlichen Gemeinden weitergegeben werden.                             

Workshops mit Praxisperspektiven

Namhafte Referenten zeigten in den anschließenden vier Workshops Praxisperspektiven zu den Themen Belastungsorientierte Arbeitsplatzrotation (ZUKUNFTINC.-Vorstand Alexander Walter, Jäger-Unternehmensgruppe / Moderation: Kai Rosetti, Prospektiv), Betriebliches Kompetenzmanagement (Tim Seele, Sennheiser electronic / Moderation: Prof. Dr. Thomas Langhoff), Authentischer Arbeitgeberauftritt (ZUKUNFTINC.-Vorstand Bernd Lachmann, KIND Hörgeräte und ZUKUNFTINC.-Vorsitzender Fritz Kelle, VSM AG / Moderation: Arne Brand, Prospektiv) und Strategischer Umgang mit der Ressource Wissen (Wolfgang Isermann, Sennheiser electronic / Moderation: André Schubert).  

Impulsvortrag Sebastian Purps-Pardigol

In seinem Impulsvortrag "Unsichtbares sichtbar machen - die neurobiologischen Grundlagen von Innovation und Potentialentfaltung in der Arbeitswelt", griff Sebastian Purps-Pardigol, Führungstrainer und Organisationsberater, Initiative "Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen" die Themen der Podiumsdiskussion vom Vormittag wieder auf.

Alle Referenten/innen im Überblick

Fritz Kelle, Leiter Personalwesen & Administration, VSM AG, Hannover / Vorsitzender ZUKUNFTINC.
Wolfgang Isermann, Director People Development & Change Management, Sennheiser electronic, Wedemark
Bernd Lachmann, stellv. Leitung Personalwesen, KIND Hörgeräte, Großburgwedel / Vorstand  ZUKUNFTINC.
Alexander Walter, Personalleiter, Jäger Unternehmensgruppe, Hannover / Vorstand ZUKUNFTINC.
Ilona Kopp, stellv. Abteilungsleiterin "Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen", Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) /Projektträger InnoFaktor, Köln
Prof. Dr. Thomas Langhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen, Dortmund

André Schubert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Prokurist, Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen, Dortmund
Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur a.D., Hannover
Sebastian Purps-Pardigol, Führungstrainer und Organisationsberater, Initiative "Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen", Rainmaker & Sun, Hannover
Thomas Weinzierl, Chief Operation Officer, Sennheiser electronic, Wedemark
Tim Seele, Specialist People Development & Change Management
Projektkoordination Abschlussveranstaltung InnoFaktor:
Manuela Merchlewicz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, InnoFaktor, Hannover 

Der ZUKUNFTINC.-Vorstand bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen des Forschungsprojekts InnoFaktor und dieser erfolgreichen Abschlussveranstaltung beigetragen haben. Insbesondere gilt dieser Dank der Region Hannover (Martina Behne, Team Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung), Ilona Kopp (Projektträger DLR), dem Prospektiv-Team um Ulrike Weber, Prof. Dr. Thomas Langhoff und André Schubert, Rena Benthin (VSM AG), den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Manuela Merchlewicz und Paulina Zelazowska-Müller und den teilnehmenden Projektunternehmen JÄGER Unternehmensgruppe, KIND, Sennheiser electronic, WAGNER Group und für die Unterstützung der Veranstaltungsorganisation bei Henning Jahns, insignis Agentur für Kommunikation GmbH sowie bei Martin Kind, Bernd Lachmann (KIND) und Lara Krentler (KIND) und der HANNOVER 96 Arena GmbH & Co. KG und Team.

JobPortal
Schritt: 1/3

Bewerbungsunterlagen

Ihr nächster Schritt ist richtig wichtig. Mit überzeugenden Bewerbungsunterlagen machen Sie über ZUKUNFTINC. beste Werbung in eigener Sache. Laden Sie jetzt ein Anschreiben, Ihre Lebenslauf und Ihre Zeugnisse hoch. Dann kommt Ihr Traumjob in Reichweite.

Was macht mich aus:

Wir möchten wissen, wer Sie sind. Gefragt sind Ihre Interessen, Vorlieben, Stärken und Schwächen. Es macht Spaß und ist ganz leicht, den ZUKUNFTINC.-Unternehmen etwas über Ihre Persönlichkeit zu verraten.

1/4: Persönlichkeit
Anstoß vs. Entscheidung
Produktion vs. Entwurf
Selbstvertrauen vs. Besorgtheit
Querdenker vs. Status-Quo-Denker
2/4: Persönlichkeit
Lernbereitschaft vs. Besserwisser
Gelassenheit vs. Schlagfertig
Gruppenverbundenheit vs. Eigenständigkeit
Flexibilität vs. Pflichtbewusstsein
3/4: Persönlichkeit
Emotional vs. Rational
Spontan vs. Entschlossen
Sicher vs. Offen
Spontan vs. Systematisch
4/4: Persönlichkeit
Subjektiv vs. Objektiv
Phantasievoll vs. Realistisch
Ruhig vs. Gesprächig
Nachdenklich vs. Aufgeschlossen
Schritt: 2/3

Bewerben bei:

Schritt: 3/3

Angaben zur Person

Kontaktdaten:
Adresse: